Werk

Werner Weber hat während seines gesamten Lebens knapp gegen 2000 Gemälde gefertigt. Galt seine Leidenschaft zu Beginn seiner Tätigkeit vorwiegend Bildnissen, Akten und Landschaftsdarstellungen, so beschäftigte ihn von etwa 1930 weg immer mehr das Thema des Stilleben, wobei er sich darin in allen möglichen Variationen erprobte, seien es Blumen-, Tier-, Früchte- und Gemüsestilleben, Gefäss- oder Gegenstandsstilleben. In Anlehnung an die alten Meister, an Rembrandt, Ruysdael, die Barbizon-Maler mit Corot, Rousseau und Dupré, insbesondere auch an Jean-Baptiste Siméon Chardin, schuf er in altmeisterlicher Manier und feinster malerischer Kultur seine Werke.

Webers innige Beziehung zur Natur, dessen Reichtum, Kraft und Schönheit, die er erkannte und würdigen wollte, waren ihm Antrieb genug. Zwei Momente drängen sich in der Auseinandersetzung mit Webers Werk unweigerlich auf; zum einen die Besinnung auf das scheinbar Einfache, Alltägliche und Gewöhnliche, zum anderen der Eintritt des Lichtes und der Farbe.

Ohne Licht gibt es keine Farben, ohne Licht bleiben die Formen unsichtbar. Licht ist deshalb der Schlüssel zum Werk jedes bildenden Künstlers. Das Werk Werner Webers ist seinerseits so etwas wie ein Schlüssel zum Licht. Denn Webers Bilder lehren das Licht sehen. Besonders auffällig gilt dies für seine Stilleben. Aber auch in seinen Landschaftsbildern bemüht er den Pinsel nicht, um grandiose Szenerien einzufangen. Eine ins Sonnenlicht getauchte, baumbestandene Wiese, ferne, im Dunst liegende Berghänge, die Fülle der Zwischentöne in Laub und Rinde eines alten Olivenbaums, Felsen im Schatten, ein leise dahinfliessender Bach im Nebel, das ruhige Dunkel eines Waldes ? an solchen Themen misst Weber sein hohes Können.

Nie gestaltet Weber eine Landschaft oder einen Gegenstand, bevor ideale Lichtverhältnisse und feinste Abstimmung der Farbwerte deren Eigenheiten in vollendeter Schönheit erscheinen lassen. So malt Weber jedes Ding in seinem ihm eigenen Schöpfungslicht und enthüllt im Abbilden den Wesenskern der Dinge. Weber selbst notierte dahingehend: “Die Kunst ist nichts als Naturstudium. Wir selbst erfinden nichts, wir sind keine Schöpfer…”

Zu Lebzeiten Werner Webers kam es zu diversen Ausstellungen seiner Werke:

– Kunsthaus Zürich seit 1915, bes. 1917, 1922, 1925, 1928, 1930, 1934/35, 1940
– Kunstmuseum St.Gallen 1916
– Schweiz. Nat. Kunstausst. 1925
– Kunstmuseum Winterthur 1926, 1961
– Palma de Mallorca 1928
– Rüschlikon 1938, 1952, 1962
– Musée de l’Ariana Genf 1946

 

Werkkatalog

Der Werkkatalog des Künstlers kann über die Werner Weber-Stiftung bezogen werden.

 

Bilderverkauf

Neben den rund 50 Gemälden, welche als unverkäufliche Werke im Besitz der Stiftung verbleiben und der Öffentlichkeit im Brahmshaus zur Besichtigung zugänglich sind, sind weitere Bilder aus dem Stock der Stiftung zum freien Verkauf erhältlich. Mit dem daraus resultierenden Reinerlös werden die Stiftungen Pro Infirmis und Pro Senectute begünstigt.

Falls Sie am Erwerb eines Bildes interessiert sind, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf, um einen Besichtigungstermin zu vereinbaren.